Promovendin:
Laura Zieseler

Arbeitsbereich:
Skandinavistische Sprachwissenschaft

Betreuer:
Prof. Dr. Christer Lindqvist

Arbeitstitel: Phonästheme im Norwegischen (und den anderen skandinavischen Sprachen)

Abstract:

Prinzipiell ist die Verbindung zwischen der Ausdrucks- und Inhaltsseite des sprachlichen Zeichens arbiträrer Natur, und die menschliche Sprache als symbolisches Zeichensystem unterliegt einer zweifachen Gliederung in kleinste Einheiten, die bedeutungstragende Formen unterscheiden (Phoneme), und kleinste bedeutungstragende Einheiten (Morpheme). Doch gibt es Bereiche, in welchen sich unterschiedliche Grade von Motiviertheit der linguistischen Form erkennen lassen, d.h. Form und Bedeutung sind auf (teil)ikonischer oder indexikalischer Basis miteinander assoziiert. Während sich auf morphematischer Ebene vor allem in Form von Onomatopoetika und Interjektionen einschlägige Beispiele hierfür finden, sind derartige Assoziationen auf submorphematischer Ebene in den indogermanischen Sprachen nach wie vor wenig erforscht. Im Dissertations-projekt werden derartige bedeutungsassoziierende Lautstrukturen (sog. Phonästheme wie etwa fj-, -ms- in norw. fjamse 'herumscharwenzeln') innerhalb der skandinavischen Sprachen empirisch-kontrastiv untersucht, um darauf aufbauend ein theoretisches Modell zu ihrer systematischen Beschreibung sowohl aus synchroner als auch aus diachroner Perspektive (sog. Phonästhemisierung) zu entwerfen.