Arbeitsbereich Skandinavistische Mediävistik

Das skandinavische Mittelalter überliefert uns einen reichen Schatz an Literatur von großer Vielfalt und einzigartigem Charakter. Sowohl in der Versdichtung, die uns in eddischer und skaldischer Dichtkunst germanische Stabreimdichtung in höchster Vollendung vorführt, als auch in der großen Fülle an Prosaliteratur, die sich inhaltlich wie formal als hochgradig innovativ erweist, zeigen sich die mittel-alterliche skandinavische Kultur und ihre Entwicklung in ihrer ganzen Breite. So führen uns norwegische und schwedische Übersetzungen höfischer Romane den Weg mittel- und westeuropäischen Gedanken- und Kulturgutes in den Norden vor Augen, während die genuin isländische Sagaliteratur eine bewusste Repräsentation des (subjektiv) Eigenen darzustellen scheint.

Als ein Fach, das in Deutschland auf eine lange, wechselvolle Tradition zurück- blicken kann, definiert sich die skandinavistische Mittelalterphilologie immer wieder neu und beschreitet neue Wege der Beschäftigung mit Literatur unter kultur- wissenschaftlichen Gesichtspunkten. Die Zusammenarbeit und der Austausch sowohl mit den benachbarten Philologien als auch mit anderen Geisteswissen- schaften sind dabei essenziell und tragen ihren Teil dazu bei, die skandinavistische Mediävistik zu einem faszinierenden und vielseitigen Betätigungsfeld zu machen.

Die Greifswalder Mediävistik beschäftigt sich in Lehre und Forschung mit skandinavischer Sprache, Literatur und Kultur von der Wikingerzeit bis ins Spätmittelalter und setzt Schwerpunkte in der Artusepik, der mythologischen und heroischen Versdichtung und der isländischen weltlichen Prosaliteratur. Sie zeichnet sich dabei insbesondere durch ihren komparatistischen Ansatz aus.

Lea Baumgarten, M.A.

Wissenschaftliche Mitarbeiterin

Lehrstuhl für Neuere Skandinavische Literaturen, Arbeitsbereich Mediävistik

Lea Baumgarten

Hans-Fallada-Str. 20 (Raum 7)
17487 Greifswald
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Sprechzeit: nach Vereinbarung